Geschichte

Vor vielen tausend Jahren siedelten unterschiedliche Indianerstämme im heutigen Gebiet von Texas und am Golf von Mexiko. Davon zeugen auch heute noch Spuren am Alibates Flint Quarries National Monument. Einige von ihnen lebten von der Jagd (Mammuts, Bisons). Um 500 vor Christus wurden einige Stämme sesshaft und entwickelten Steinhäuser (Buried City), Pfeil und Bogen, Tonwaren und Handel mit anderen Stämmen bis zu den Rocky Mountains.

Als die spanischen Entdecker ankamen, lebten zahlreiche indianische Völker auf texanischem Boden wie die Alabama, Apachen, Caddo, Comanche, Cherokee, Kiowa und Wichita. 1519 kartografierte Alonso Álvarez de Pineda die Küste von Texas. 1528 erlitt Cabeza de Vaca Schiffbruch und durchquerte mit einigen Gefährten einige Indianergebiete bis nach Mexiko-City. Er berichtete von „Sieben Städten aus Gold“ (Cibola). Der Mythos von Indianerstädten mit unglaublichem Reichtum in dem Gebiet hielt sich Jahrhunderte.

Es wurden erste Siedlungen und Missionen gegründet. 1621 gründeten die Spanier die Stadt Corpus Christi de la Isleta. 1659 wurde El Paso gegründet. Auch Frankreich zeigte Interesse und gründete eine Siedlung namens Fort St. Louis (unter Robert Cavelier de La Salle), konnte diese jedoch durch Angriffe der Indianer und Krankheiten nicht lange halten. Auch die Versorgung des Ortes war zu problematisch.

So blieb Texas spanisch. 1718 wurde die Mission San Antonio de Valero gegründet, aus der später das Fort Alamo (heute mit 2,5 Millionen Besuchern eines der meist besuchten historischen Sehenswürdigkeiten von Texas) wurde. 1786 entdeckte Pedro Vial einen Weg zwischen San Antonia und Santa Fe. Dieser wurde später die Handelsroute Santa Fe Trail.

1821 erkämpfte sich Mexiko die Unabhängigkeit von Spanien, mit einher geht eine stärkere Einwanderung aus den USA. Stephen F. Austin siedelt 1823 mit 300 Familien und gründet die Stadt San Felipe de Austín. Es entstanden allerdings mehr und mehr Spannungen zwischen Mexikanern und US-amerikanischen Siedlern. Auch das Verbot der Sklaverei in Mexiko wirkte verschärfend. Die USA boten Mexiko an den Texas zu kaufen.

Mexiko reagierte 1830 mit einem Zuwanderungsverbot aus den USA. Kurz nach dieser Zeit fällt auch die erste Einwanderung aus Deutschland nach Texas. Deutsche Einwanderer gründeten unter anderen New Braunfels und Fredericksburg.

Trotz eingeräumter Sonderrechte an Texaner wurde die Zahl der Separatisten größer und am 2. Oktober 1835 begann mit dem Gefecht von Gonzales der Texanische Unabhängigkeitskrieg.

Der mexikanische Präsident General Santa Anna entsandte Truppen in die Region, doch am 2. März 1836 wurde die Republik Texas ausgerufen. Militärischer Oberbefehlshaber wird General Sam Houston. Die Hauptstadt San Felipe de Austín wird von den mexikanischen Truppen besetzt. Die Festung von Alamo wurde am 6. März 1836 von den Mexikanern eingenommen, ums Leben kommen dabei auch James Bowie, Davy Crockett und William Travis.

Doch die Texaner gewannen am 21. April 1836 die Schlacht von San Jacinto und nehmen sogar Präsident Santa Anna gefangen. Dieser unterzeichnete darauf einen Friedensvertrag. Sam Housten wurde zu einer nationalen Berühmtheit und erster Präsident des unabhängigen Landes Texas, die Schlachtrufe „Remember Goliad!“ und „Remember the Alamo!“ wurden Teil der texanischen und später amerikanischen Geschichte. Erster Außenminister wurde Stephen F. Austin. Doch viele Menschen wünschten sich den Anschluss an die USA.

Am 29. Dezember 1845 wurde Texas dann ein Bundesstaat der USA. Es folgte der Mexikanisch-Amerikanische Krieg, der 1848 endete. Neue Gebietsgewinne gingen an das neue Territorium New Mexico. 1861 schloss sich Texas allerdings den Konföderierten Staaten von Amerika (Südstaaten) an. 1876 wurde es jedoch wieder ein Bundesstaat der Union.

Ab 1901 wurde große Erdölreserven auf dem Gebiet des Staates und im Golf von Mexiko entdeckt und mir der Förderung begonnen. Dies hatte immense Auswirkungen auf die Wirtschaft von Texas und ist bis heute einer der Wohlstandslieferanten der Region. Auch der Zweite Weltkrieg hatte drastische Folgen, da viel Kapital in den Bau von Militärbasen, Munitionsfabriken und in die Kriegsindustrie investiert wurde. Viele Farmer gaben damals ihre bis dahin betriebene Landwirtschaft auf. Auch andere industrielle Sektoren erhielten einen Aufschwung.

In den 1960er Jahren bemühten sich die Texaner ihr Bildungssystem zu modernisieren und die Universitäten auszubauen. Am 22.November 1963 wurde John F. Kennedy in Dallas ermordet. Präsidenten aus Texas waren in jüngster Zeit George H.W. Bush (1989-1993) und George W. Bush (2001-2009).